Am vergangenen Donnerstag wählte die Unterbezirkskonferenz der Fuldaer Jusos im Gasthof Harth in Fulda einen neuen Vorstand und die Delegierten des SPD-Nachwuchses für Bezirks- und Landeskonferenzen.
Nach Grußworten der Landtagsabgeordneten und SPD-Unterbezirksvorsitzenden Sabine Waschke und des Juso-Bezirksvorsitzenden Pascal Barthel, in denen beide ihre Freude über das starke Mitgliederwachstum der Fuldaer Jungsozialisten ausdrückten, wählten die 22 anwesenden Jusos einstimmig Thomas Weber zum neuen Vorsitzenden und Sascha Ruß, Elena Tritschler und Jan-Philipp Stroscher zu seinen Stellvertretern. Außerdem wurden die Beisitzerposten im Vorstand neu besetzt und die Delegierten für die Juso-Bezirks- und Landeskonferenzen bestimmt.
Thomas Weber bedankte sich bei seinem Amtsvorgänger Philipp Przybylski, der nicht mehr angetreten war, für seine gute Arbeit in der Vergangenheit und zog ein positives Resümee über das letzte Jahr: „Unter Philipps Vorsitz ist die Zahl unserer aktiven Mitglieder von 4 auf knapp 30 gestiegen. Gerade im Bundestagswahlkampf konnten wir viele Neumitglieder werben und mit Aktionen wie der Demonstration gegen Atomkraft Aufsehen erregen.“
Nachdem bisher vor allem die zahlreichen Wahlkämpfe die Aktivitäten des SPD-Nachwuchses im Jahr 2009 bestimmten, wollen sich die Jusos nun wieder stärker auf die politische Bildung für Mitglieder und Interessierte konzentrieren. So ist unter anderem die Veranstaltung beziehungsweise Teilnahme an Podiumsdiskussionen und Seminaren zu verschiedenen politischen Themen geplant. Natürlich solle aber – gerade in Anbetracht der neuen schwarz-gelben Bundesregierung – das Streiten für die eigenen Ideale weiterhin zentraler Bestandteil der Juso-Arbeit sein. Neben der Politik wollen die Jusos auch das nicht zu kurz kommen lassen, was Jugendliche häufig und gerne tun: Gemeinsam feiern.
Wer sich am Samstag mittags in der Fuldaer Innenstadt aufgehalten hat, wird mitbekommen haben, dass wir eine kleine Demonstration gegen Atomkraft veranstaltet haben.
Zusammen mit der Grünen Jugend und einigen Nicht-Parteimitgliedern zogen wir in äußerst schicken Schutzanzügen und mit zwei gelben „Atomfässern“ durch Fußgängerzone und Bahnhofstraße. Dabei statteten wir auch den Infoständen von FDP und CDU einen Besuch ab, wobei so mancher Marktradikaler nicht so wirklich mit unserem Erscheinen umzugehen wusste.
Den Wahlsieg hat unsere Aktion leider nicht gebracht. Trotzdem bekamen wir viel Zuspruch und hatten eine Menge Spaß.
Ich denke, dass über die sozialen Einschnitte und die weitere Umverteilung von unten nach oben, die uns in den kommenden vier Jahren erwarten, genug geschrieben worden ist.
Und dass unser zukünftiger Außenminister nur über sehr dürftige Englisch-Kenntnisse verfügt, sollte ebenfalls hinreichend bekannt sein.
Für uns gilt es jetzt möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen, die schwarz-gelben Damen und Herren sehr genau bei ihrer Arbeit zu beobachten, wenn nötig (und ich bin mir sicher, dass es nötig sein wird), schonungslose Kritik zu üben und weiterhin für unsere Ideale zu kämpfen.
Im Wahlkampf konnten wir auch einige Neumitglieder werben. Gemeinsam können wir als Fuldaer Jusos etwas bewegen – auch in der Opposition!
Ich habe eben einen interessanten Artikel zur letzten Landtagswahl bei der FAZ gefunden. Dort werden sehr viele Hintergrundinformationen, die bestimmt nicht alle von euch wussten, dargelegt und die Intriegen des Jürgen Walter unter dem Motto „Links blinken, rechts abbiegen“ aufgezeigt. Sehr lesenswert!
Gestern wurde bei der Podiumsdiskussion der Fuldaer Bundestagskandidaten (die bezeichnenderweise vom Bundesverband mittelständischer Wirtschaft veranstaltet worden ist) von Seiten der Unternehmer und v. a. der FDP wieder der Ruf nach Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und dem Abbau der Sozialsysteme laut. Gerade letzten Samstag las ich u. a. dazu einen wieder einmal ausgezeichneten Kommentar in der taz vom Chefökonom der UN-Welthandels- und Entwicklungskonferenz. Neben dem verfrühten Optimismus über die wirtschaftliche Situation unseres Landes und den falschen Ansätzen der Wirtschaftsverbände thematisiert er darin auch die Probleme, die die „Schuldenbremse“ unserem Staat in den nächsten Jahren bescheren wird.
Auf Wahlkampf 09 ist seit heute ein Artikel zu lesen, in dem die Behauptung, ein Mindestlohn würden zu erhöhter Arbeitslosigkeit führen, entkräftet wird.
Union und FDP stellen sich klar in den den Dienst der Interessen von Wirtschaftsbossen und gegen die ArbeitnehmerInnen, wenn sie einen flächendeckenden Mindestlohn ablehnen. Dabei würde dieser nicht einmal zum Nachteil der Wirtschaft sein, da durch ihn die Kaufkraft unserer Bevölkerung enorm gestärkt würde. Allerdings fällt den Damen und Herren in den Führungsetagen der Unternehmen und der sogenannten „bürgerlichen“ Parteien beim Gedanken an gerechte Entlohnung erst einmal nur an die Verteuerung der „Ressource“ Arbeitskraft ein – dass hinter diesem Begriff Menschen stehen, die fühlen und denken, vergisst man gerne mal.
Für mehr Gerechtigkeit und Menschlichkeit in der Arbeitswelt! Für den gesetzlichen Mindestlohn!
Am Freitag dieser Woche (31.7.) wird um 19.00 Uhr im Gasthof „Goldener Engel“ (Raiffeisenstraße 9, Hünfeld-Mackenzell) der Juso-Stadtverband Hünfeld gegründet.
In der taz ist heute ein sehr guter Kommentar zu den deutschen Sozialsystemen und ihren positiven Auswirkungen während der Krise zu lesen. Darin wird klar gemacht, dass es in erster Linie das Soziale an der Sozialen Marktwirtschaft ist, das unser Land zur Zeit verhältnismäßig gut dastehen lässt.
Die einzige Folgerung, die man meiner Meinung nach aus dieser Feststellung ziehen kann, ist: ALG-II-Sätze erhöhen! Denn anders als bei den meisten der bisher erfolgten Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur kann man sich da sicher sein, dass das investierte Geld direkt in den Wirtschaftskreislauf fließt. Hartz-IV-Empfänger geben mit höchster Wahrscheinlichkeit jeden Euro aus, der ihnen zur Verfügung steht. Außerdem würde man dadurch den Betroffenen ein etwas menschenwürdigeres Leben ermöglichen.
Wir freuen uns immer über junge Leute, denen Politik nicht egal ist und die sich bei den Jusos einbringen wollen.
Eine Parteimitgliedschaft ist nicht sofort nötig. Meldet euch einfach bei uns.